Wegwerfen geht schnell. Deckel auf, rein damit, fertig. Dabei landen jeden Tag Dinge im Müll, die noch erstaunlich praktisch sein können.

Und nein: Du musst dafür nicht anfangen, 47 leere Marmeladengläser in einer Schublade zu sammeln und dich „Selbstversorger“ nennen. Ein paar Sachen aufzubewahren reicht völlig.

Hier sind zehn Beispiele, bei denen sich ein zweiter Blick lohnt.

1. Alte Zahnbürsten

Für die Zähne sind sie irgendwann durch. Für den Haushalt beginnen sie dann aber erst ihre zweite Karriere.

Mit einer alten Zahnbürste kommst du hervorragend an:

  • Fugen
  • Wasserhähne
  • Schuhsohlen
  • Fahrradteile
  • Tastaturzwischenräume
  • schwer erreichbare Ecken

Am besten deutlich markieren, damit morgens niemand aus Versehen die Fugenbürste benutzt.

2. Schraubgläser

Marmeladen-, Gurken- oder Soßengläser sind kostenlose Aufbewahrungsbehälter.

Darin lassen sich beispielsweise Gewürze, Schrauben, Saatgut, Reis, Nüsse oder Bastelmaterial lagern.

Besonders praktisch: Man sieht sofort, was drin ist.

Das erspart den klassischen Kellerfund:

„Was ist eigentlich in dieser mysteriösen undurchsichtigen Plastikdose von 2019?“

3. Kartons

Ein stabiler Versandkarton ist viel zu schade für den sofortigen Papiermüll.

Man kann ihn für Umzüge, Kleinanzeigen-Verkäufe, Lagerung oder Rücksendungen verwenden.

Wer regelmäßig Dinge verkauft, spart dadurch sogar Verpackungsmaterial.

Nur sollte aus „Ich hebe zwei Kartons auf“ nicht irgendwann „Ich habe einen eigenen Kartonraum“ werden.

4. Küchenpapierrollen

Die Papprollen eignen sich überraschend gut zum Sortieren.

Kabel können beispielsweise zusammengerollt hineingesteckt werden. Auch kleine Bastelmaterialien oder Anzuchttöpfe für Pflanzen lassen sich daraus machen.

Ein Stück Pappe, das normalerweise direkt im Müll landet, bekommt so noch eine zweite Aufgabe.

5. Zeitungspapier

Alte Zeitungen können beim Putzen, Verpacken und Basteln helfen.

Besonders praktisch sind sie als Unterlage bei schmutzigen Arbeiten oder zum Ausstopfen von Paketen.

Damit ersetzt man zumindest teilweise neues Verpackungsmaterial.

6. Gemüsereste

Nicht jeder Abschnitt einer Möhre oder jedes Stück Sellerie muss sofort im Biomüll landen.

Saubere Gemüseabschnitte können gesammelt und für eine Gemüsebrühe verwendet werden.

Geeignet sind beispielsweise Teile von:

  • Möhren
  • Sellerie
  • Lauch
  • Zwiebeln
  • Petersilie

Natürlich gilt: Verdorbene oder schimmelige Lebensmittel gehören nicht mehr in den Kochtopf.

7. Altes Brot

Trocken bedeutet nicht automatisch unbrauchbar.

Aus älterem Brot lassen sich unter anderem:

  • Semmelbrösel
  • Croûtons
  • Brotauflauf
  • arme Ritter

machen.

Aus einem Lebensmittel, das beinahe im Müll gelandet wäre, wird plötzlich wieder eine Mahlzeit.

8. Geschenkpapier

Das Geschenk ist ausgepackt und drei Sekunden später liegt das Papier zerknüllt auf dem Boden.

Wenn es noch halbwegs ordentlich aussieht, kann man es einfach zusammenfalten und beim nächsten Geschenk wiederverwenden.

Das funktioniert besonders gut bei Geschenkbeuteln.

Einige davon erleben wahrscheinlich mehr Geburtstage als manche Zimmerpflanze.

9. Alte T-Shirts

Ein ausgeleiertes T-Shirt ist vielleicht nicht mehr gesellschaftsfähig, aber als Putzlappen hervorragend geeignet.

Baumwollstoff eignet sich beispielsweise für Staub, Werkstattarbeiten oder grobe Reinigungsarbeiten.

Einfach in passende Stücke schneiden.

Kosten für neue Putzlappen: gespart.

10. Plastikbehälter von Lebensmitteln

Stabile Behälter von Eis, Salaten oder anderen Lebensmitteln können manchmal noch zur Aufbewahrung verwendet werden.

Zum Beispiel für:

  • Schrauben
  • Bastelsachen
  • Werkzeugkleinteile
  • Gartenmaterial
  • Kabel

Bei Lebensmitteln sollte man allerdings darauf achten, ob der jeweilige Behälter überhaupt für eine weitere Lebensmittelaufbewahrung vorgesehen und geeignet ist.

Die eigentliche Idee dahinter

Man muss nicht jeden Gegenstand retten.

Aber zwischen „Müll“ und „das brauche ich noch 15 Jahre“ gibt es einen ziemlich großen Bereich.

Die einfache Regel lautet:

Bevor etwas im Müll landet, zehn Sekunden überlegen: Kann ich damit etwas ersetzen, das ich sonst kaufen müsste?

Wenn die Antwort Nein lautet: weg damit.

Wenn die Antwort Ja lautet: Glückwunsch.

Du hast gerade aus Müll kostenlos ein Produkt gemacht.

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